HASHIMOTO – eine Epidemie?

Bei Frauen häufiger

Neuere Studienergebnisse zeigen, dass mittlerweile 30 bis 50% der Bevölkerung eine Schilddrüsen-erkrankung (z.B. Kropf, Knoten, Unter-/Überfunktion, Entzündungen, Krebs etc.) haben. Vor allem die Schilddrüsenentzündung vom Typ Hashimoto haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Schätzungen gehen davon aus, dass ca. 10% der deutschen Bevölkerung eine Hashimoto-Thyreoiditis haben. Frauen sind dabei ca. 9 Mal häufiger betroffen als Männer.

 

Ursache unklar

Es handelt sich im engeren Sinne um eine Störung des Immunsystems, die eine Entzündung begünstigt. Die genauen Ursachen sind weiterhin unklar. Es gibt jedoch Vermutungen, dass chronische bakterielle oder virale Infekte, im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren (z.B. Umweltfaktoren, Schwermetallbelastung, Stress, ungünstige Ernährung etc.), eine Hashimoto auslösen können. Die Entzündung führt längerfristig häufig zu einer Schrumpfung des Schilddrüsengewebes und zu einer Unterfunktion, da nicht mehr genügend Gewebe zur Hormonbildung vorhanden ist.

 

Ist das heilbar?

Die Schulmedizin hält die Hashimoto für nicht heilbar und therapiert erst, wenn die Schilddrüse in ihrer Funktion so weit eingeschränkt ist, dass Schilddrüsenhormone nicht mehr ausreichend produziert werden können.

 

Die Entzündung behandeln

Entscheidend ist es, die Entzündung zu behandeln, damit die Schilddrüse nicht „durchbrennt“ und eine Hormonsubstitution so lange wie möglich hinausgeschoben werden kann. Zudem muss eine Nebennierenfunktionsstörung im Rahmen der Anamnese und mit der entsprechenden Diagnostik ausgeschlossen werden.

 

Mögliche Symptome der Entzündung (lange bevor die Unterfunktion einsetzt) sind z.B.:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen
  • Rauhe Stimme
  • Häufige Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit/Erschöpfung

 

Die antientzündliche Therapie umfasst z.B.:

Meist sind gleichzeitig mehrere Maßnahmen notwendig.

Jod – zu Unrecht verteufelt

Einige Schilddrüsenerkrankungen können z.B. im Zusammenhang mit einem Jodmangel stehen. Oftmals zeigt sich dies in einer Vergrößerung, Zysten- oder Knotenbildung (Struma). Auch bei einer Hashimoto kann ein Jodmangel bestehen. Jodmangel kann auch zu nicht-schilddrüsenbedingten Erkrankungen führen, da jede Zelle auf Jod angewiesen ist.

 

Organerkrankungen bei denen ein Jodmangel ausgeschlossen werden sollte sind z. B.:

  • Schilddrüse
  • Brustgewebe bei Frau und Mann
  • Prostata
  • Eierstöcke
  • Magen-Darm-Trakt
  • Drüsengewebe im Allgemeinen
  • Haut 

     

Außerdem z.B. bei

  • Neurologischen Erkrankungen
  • Müdigkeit/Erschöpfung
  • Augenerkrankung

 

Erkrankungen bei denen an ein Jodmangel gedacht werden sollte, z.B. :

  • Krebserkrankungen insbesondere der Drüsen (Schilddrüse, Brust, Prostata, Magen, Darm, Leber, Eierstöcke etc.)
  • Fibrozytsische Brusterkrankungen
  • Kropf/entzündliche Schilddrüsenerkrankung/zystische Schilddrüsenerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Migräne/Kopfschmerzen
  • Gebärmuttermyome
  • Arteriosklerose
  • Herzrhythmusstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Hämorrhoiden
  • ADHS/ADS
  • Hauterkrankungen
  • Entzündungen
  • Rheuma
  • Zahnfleischerkrankungen
  • dünner werdendes Haar
  • Fehlbesiedlung des Darmes
  • Sodbrennen
  • Multiple Sklerose
  • Diabetes Typ II
  • Menstruationsbeschwerden

 

Wie erkenne ich einen Jodmangel?

Ein Jodmangel kann mit einer Urinprobe ausgeschlossen werden. Einen ersten Überblick über den Jodstatus gibt die Messung des Jodids im ersten Morgenurin. Um den Gesamtbedarf  des Körpers an Jod zu beurteilen, wird ein Jodsättigungstest empfohlen.

Der Jodsättigungstest ist in Deutschland noch weitestgehend unbekannt und wird nur von wenigen Ärzten eingestzt. Von einigen amerikanischen Ärzten u. a. Dr. David Brownstein und Dr. Jorge Flechas wird der Jodsättigungstes schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich bei den verschiedensten Erkrankungen durchgeführt. 

 

Die Messung des Jodstatus und die Jodtherapie sind Schwerpunkte der Praxis.

 

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